Born to be a cruiser, baby

Mein Fahrlehrer und ich beim Bike-to-Bike (Bild wurde leicht bearbeitet!)

Ich glaube, mit der schönste Moment eines Fahrschülers der den A-Führerschein macht, ist der, wenn man endlich das macht, weshalb man überhaupt damit angefangen hat. In meinem Fall das Cruisen.

Aber zu meinem Erstaunen fing die Stunde ganz anders an.
„Michael, fahr mal mit dem Roller hier zur Esso Tankstelle. Da steht das andere Motorrad!“ Wie bitte? Was soll ich fahren? Roller??
Ich denke kurz drüber nach und teile ihm dann mit, dass ich noch nie im Leben Roller gefahren bin. Dann lieber Motorrad. Verrückt!

Aber wer die anderen Beiträge verfolgt hat, weiß genau, dass mein Fahrlehrer Michael nicht wirklich in solchen Sachen mit sich reden lässt. Na gut, wenn es hilft, machen wir auch das! Also fahre ich mit dem Roller. Endlich mal ein Zweirad, bei dem ich dauerhaft Vollgas geben kann. Das Fahrverhalten auf einem Roller ist wieder ganz anders. Aber ich bin froh, auch diese Erfahrung gemacht zu haben.
Leider habe ich es nicht mehr rechtzeitig über eine rote Ampel geschafft, weil ich dem Roller Power wegnahm, in dem ich vergaß, den Blinker auszumachen. Verrückt! (Aussage Fahrlehrer)

Jetzt wieder auf der MT-07 fällt mir auch direkt wieder ein, dass ich hier nicht so viel Gas brauche. Aber dann auf der Landstraße weiß ich auch wieder genau, warum ich das hier überhaupt mache. Alle Sorgen, Ärgernis und Stress sind in diesem Moment auf einmal einfach weg. Das heißt nicht, das man das Gehirn ausschalten soll! Obwohl ich die Konzentration hoch halten muss, ist das Fahrgefühl aber einfach überwältigend.

Bike-to-Bike – kannte ich vorher gar nicht

Ich wusste vorher gar nicht, dass es dieses Bike-to-Bike überhaupt gibt.
Wenn ich Motorrad-Fahrschüler gesehen habe, dann war immer das Auto hintendran. Hier fährt Michael mit der zweiten MT-07 hinter mir her. Oder auch mal vor mir. Durch die Funkgeräte ist auch eine tolle Kommunikation und eine gemeinsame Verkehrs-Beobachtung möglich. 😉

Die ersten Kurven nehme ich noch etwas steif. Aber ich denke, ich werde so langsam warm mit der Materie. Dieses lockere cruisen ist genau mein Ding. Ich liebe es!

Vor einem sehr kurvigen Abschnitt setzt sich Michael vor mich. Das ist eine Sache, die wirklich extrem angenehm ist. So empfinde ich das jedenfalls.
Ich sehe genau, wie Michael in die Kurven geht. Dazu erklärt er mir immer wieder, was er macht: wann er Gas gibt, wieviel Gas er gibt, wann er vom Gas runter geht, usw.
Ich finde das wirklich sehr viel einfacher, als würde er mir die Kommandos aus dem Auto hinter mir sagen. Kurven, die ich bestimmt nicht in gewisser Geschwindigkeit gefahren bin, wäre ich ohne Bike-to-Bike bestimmt auch nicht so gefahren.

Mit ein paar Pausen zwischendurch, in denen mir Michael immer kleine Instruktionen gab, fahren wir nur Landstraße. Ich habe noch leichte Probleme mit dem links abbiegen an einer Kreuzung. Aus dem Stand direkt in die Kreuzung einfahren. Entweder bin ich zu schnell oder zu langsam. Irgendwie gelingt mir das nicht immer wirklich gut…keine Ahnung. Da muss ich der Sache noch auf den Grund gehen. Alles andere wird immer besser. Ich habe immer noch einen großen Respekt vor allem, was nicht auf meine Spur gehört wie zum Beispiel Kanaldeckel, defekte Straßen oder Schienen. Dabei ertappe ich mich, wie ich bei solchen Situationen immer die Luft anhalte.
Erzählt es keinem! Ich sage es euch im Vertrauen!!

Die Stunde ist mal wieder schneller um als ich schauen kann. Aber auch heute merke ich erst wieder beim absteigen und ausmachen der Maschine, dass ich dann doch ziemlich k.o. bin.

Wie war eure erste Überlandfahrt? Wie war eure Strecke?

Wir lesen uns später wieder.

Bleibt Gesund


euer Mueschel

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Foto von WWW: Film Easy Rider

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